Keine Frage, Nachhaltigkeit braucht Aufmerksamkeit.

Aber allein der Begriff sorgt oft schon für das Gähn, Entschuldigung, Gegenteil. Es gilt, herauszustechen, um ökologische Themen sichtbar zu machen. Wir haben 12 Animationsfilme zusammengetragen, die uns aufschauen lassen haben und uns seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen – so, wie ein guter Erklärfilm das eben soll.

Können wir die „perfekte“ Farm erschaffen?

Dieser Film von Brent Loken will nicht weniger, als die notwendige Revolution der Agrarwirtschaft erzählen. Und tut es leicht verdaulich – im charmanten, texturierten Stil, mit kreativen Übergängen und kurzweiliger Darstellung von Daten und Zusammenhänge.

Wir WERDEN den Klimawandel geregeln bekommen!

Die Seriosität der Klimakrise herauszustellen und das Augenmerk dennoch auf Hoffnung zu legen, ist ein schmaler Grat, den Kurzgesagt mit detaillierten und auf Hochglanz polierten Vektorgrafiken erfolgreich meistert.

Warum bedecken wir die Wüste nicht mit Sonnenkollektoren?

Ein komplexes Thema, runtergebrochen auf ein greifbares Szenario: Können wir die Fläche der Sahara für Sonnenenergie nutzen? Die Antwort wartet mit schöner Animation auf, mit vielfältigen Texturen und einem scheinbar handgearbeiteten Look, der beinahe wie ein Bilderbuch daherkommt.

Der Schmelzpunkt von Eis ist nicht handelnbar

Dass sich der Schmelzpunkt von Eis am besten mit, nun ja, Eis erzählen lässt und uns so die Erderwärmung schonungslos ehrlich nahebringt, beweist dieser 45-Sekünder. Und das in einem herausstechenden Animationsstil, der Animationen und Videoaufnahmen zu einer spektakulären Bildwelt – wir können es und hier nicht verkneifen – verschmelzen lässt.

Wie viel Land braucht es, um die Welt mit Strom zu versorgen?

Ein ausgeschmückter Crash Course in Sachen Energie: Welche Art von Energie brauchen wir und wie können wir sie am besten verwalten? Visuell greift der Film vereinzelt auf Interpretationen von oldschool Computerspielen zurück.

Warum man nichts mehr von der Ozonschicht hört

Die weltweite, beispiellose Zusammenarbeit zur Regeneration der Ozonschicht wird als Best Practise aus der nahen Vergangenheit herangezogen, um Hoffnung zu machen, dass wir die Zerstörung unseres Planeten noch abwenden können. Der Film überzeugt durch akkurate Timings und eine gelungene Verknüpfung von dokumentarischem, Stock und Interview-Material.

Wir müssen Mikroplastik bekämpfen

Quietschbunt wie viele Plastikartikel, macht dieser Film auf eben jene Quellen von problematischem Mikroplastik aufmerksam. In einer leuchtenden Farbwelt und mit energetischen Animationen kommt er zügig auf den Punkt.

Parasit

Eine abstrakte Darstellung des Konfliktes zwischen Mensch und Natur. Ein Ringen beider Seiten um Raum. Eins, das ohne Worte auskommt. Stattdessen erzählt es der einzigartige Stil mit flüssiger Animation und pointiertem Sounddesign.

Fix Florida

Wir verfolgen die vergangenen, schwerwiegenden menschlichen Eingriffe in Floridas Ökosystem linear in einer dazu passgenauen Kamerafahrt von Anfang bis Ende des Films. Das macht ihn lange nicht eintönig, zeigen sich Bildelemente zur Erzählung doch auf unterschiedlichsten Ebenen und aus überraschenden Perspektiven, detailreich visualisiert und in Top-Tier-Animation.

Kann regenerative Landwirtschaft die Welt retten?

Ein Einblick in regenerative Landwirtschaft, wie diese sich von der konventionellen unterscheidet und warum es notwendig ist, die Art und Weise, wie wir unser Essen produzieren, drastisch zu ändern. Der Film beleuchtet das Thema auch unter sozialen und politischen Gesichtspunkten. Er präsentiert nicht nur kalte Zahlen, aber wenn er es tut, dann clever animiert und typografisch sehr ansprechend.

Warum es wichtig ist, Korruption zu bekämpfen: Transparency International

Unser Film für Transparency International widmet sich der destruktiven Rolle von Korruption beim Einsatz für globale Gerechtigkeit und gemeinsamen Klimaschutz. Im Collagenstil und mit der visuell eindringlichen Botschaft, dass es gruselig wird, sobald Korruption ihre Finger im Spiel hat.

Brauchen wir eine Grüne Revolution?

Arte hat einen unterhaltsamen Weg gefunden, Ergebnisse aus ihrer Studie „Time to Question (2020) filmisch aufzubereiten. Eine Horde Flughörnchen führt uns durch die Resultate der Umfrage. Was erstmal komisch klingen mag, ist ein gelungener Film, der uns visuell abwechslungsreich abholt – mit Papercut-Optik, im Collagen-Stil, mit pointiert gesetzten Interviews, mit Emojis und Realbild. Und ja, das geht tatsächlich auf.

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