Unsere Favoriten 2022

Was uns im letzten Jahr inspiriert hat? Finden wir am einfachsten, indem wir uns durch die Gruppen-Chats unserer Designer*innen scrollen. Zehn dieser beeindruckenden Funde haben es in unser Best-of 2022 geschafft.

Wie Künstliche Intelligenz die Welt verändern wird

Ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein Interview das komplette Voice-over eines Erklärfilms ausmachen kann. Der britische Wissenschaftler Stuart Russel erklärt, wozu Künstliche Intelligenz in der Zukunft wirklich in der Lage sein wird und wozu nicht. Handgezeichnete Animationen in einem teils dystopischen Stil machen das Zuhören kurzweilig und das Hinschauen zum Muss. Es wirkt, als wäre das Innere eines fantastischen Bilderbuchs zum Leben erweckt worden. Die reduzierte Farbpalette schafft den Spagat zwischen einer futuristisch-spannenden, und in Teilen fast beklemmenden, Stimmung.

Kleiner Typografie Crashkurs

Eine Hommage, an alle, die Schriftgestaltung lieben lernen und die, die es jetzt schon tun. Und der Beweis, dass Fonts natürlich alles andere sind als statische Buchstabenversammlungen. Diesen Unterhaltungswert von Typografie zu betonen, gelingt durch ein entspanntes Sounddesign, fließende Animationen und eine konsequente Symbiose von Inhalt und Design. Also wir haben jetzt jedenfalls große Lust, mal wieder ordentlich in die Tasten zu hauen …

Die Vorteile des Förderalismus

Wäre ja auch komisch, wenn wir keine Fans von unseren eigenen Filmen wären. Und diesen hier aus dem vergangenen Jahr zeigen wir besonders gerne her. Weil er das komplette Kontrastprogramm dazu bietet, was wir von einem Erklärfilm über die Vorzüge eines politischen Systems erwarten würden. Er hat Pizza, er hat Dinos und sogar eine Bade-Ente. Also eine Leichtigkeit, die schwierige Themen unterhaltsam vermittelt. Fein texturiert, collagiert und von unserem Kunden wieder mal couragiert.

Wie man (Musik)Geschichte schreibt

Beim Gedanken an große Rockmusik ploppt im Kopf mit Sicherheit die eine oder andere berühmte Gitarre auf – aber ihre Saiten? Nach dem Spot zur Unternehmensgeschichte von Ernie Ball können wir jedenfalls kaum noch an etwas anderes denken – so geschickt zieht sich die Formsprache der Slinky Gitarrensaiten in einfallsreichen Animationen durch den Spot. Im Collagen-Stil nimmt er uns mit auf eine Zeitreise, die in den 60ern startet. Und bildet dabei die musikalische Epoche in Farbschema, Typografie, Attitüde und Ikonen ab – samt fantastischem Sounddesign, auf das dieses Produkt natürlich nicht verzichten darf. Was für ein Trip. In die Vergangenheit, versteht sich.

Wie Künstliche Intelligenz funktioniert

… ist faszinierend. Genauso wie die Schönheit der abstrakten Gebilde, die sie in diesem Erklärvideo repräsentieren. Ein Mix aus 2D- und 3D-Animationen klebt sich uns fast schon ans Auge. Die kreative Umsetzung eines Themas, das sonst nur schwer visuell fassbar ist und gleichzeitig eine Würdigung seiner Abstraktheit. Eine futuristisch anmutende Sound-Basis spiegelt Innovationskraft wider, gibt dem Film und den Animationen aber auch Energie und Lebendigkeit.

Endlich mit dem Rauchen aufhören

… ist gar nicht so einfach. Protagonist Steven schildert seinen holprigen Weg locker und humorvoll, scheinbar aus dem Stegreif. Der lässige Erzählstil erzeugt das Gefühl, wir erfahren die Story direkt von ihm am Bartresen. Die anekdotische Erzählweise wird mit ebenso lässigen, fast schon schwankenden Animationen und Soundbildern untermalt. Ein wunderbares Beispiel, wie Erzählung und Visualisierung scheinbar mühelos charmant ineinanderfließen und sich gegenseitig pointieren.

Manifest für ein wirklich dezentrales Netzwerk

Okay, okay … dass technische Innovation gern im dunklen Raum mit leuchtenden Elementen dargestellt wird, ist nichts Neues. Wohl aber die gelungene Kombination mit einem eher groben, fast schon handgeschnitzt anmutenden, Illustrationsstil der Charaktere. Und die geschickte Nutzung eben jenes Raumes als Projektionsfläche für das Gesagte, ganz ohne Grenzen oder Regeln für die Dimensionen des Dargestellten.

Dieses Bier hat Energie

Ein Film auf der weißen Leinwand. Muss man sich erstmal trauen. Lohnt sich aber, finden wir! Der Spot kommt ganz ohne Voice-over aus, dafür mit treibender Musik und einem Illustrationsstil, der wie eine schnell hingeworfene Skizze daher kommt, nur einfach so viel besser. Kreative Transitions und die Entfaltung aller Möglichkeiten auf einem weißen Blatt Papier sorgen für Lässigkeit und Spaß. Und dafür, dass wir dieses Video definitiv im Gedächtnis behalten werden.

Anas Geschichte: Gebärmutterhalskrebs

Ana erzählt von ihrem Kampf gegen den Krebs. Nicht nur gegen die Krankheit selbst, sondern auch gegen ihre eigenen Glaubenssätze und vermeintlichen Grenzen. Dass die Protagonistin selbst zu Wort kommt, verleiht dem Thema das nötige Fingerspitzengefühl. Dank treffender visueller Metaphern schafft der Film Nähe zu Anas Gefühlswelt. Organische Formen und eine warme, herzliche Farbwelt betten das Thema in eine menschliche Wärme, die diese Geschichte vom Überleben unterstreicht. Behutsame, aber spektakuläre Transitions ermöglichen es den Zuschauer*innen, sich in eine Geschichte fallen zu lassen, auch wenn sie Ängste berührt.

Der Rhythmus von Routinen

Dieses Video mutet wie ein verrückter Experimentierraum an. Und ist es tatsächlich auch ein wenig – ein Spiel mit Mustern, Alltäglichem und der Verknüpfung von beiden. Ein wilder Mix aus (Animations-)Techniken lädt zum mehrfachen Anschauen ein. Denn dann lassen sich Knetanimation, Realfilm und sogar kritzelige Handanimationen ausfindig machen. Und so zeigt sich dieser Spot ganz seinem Botschaft entsprechend: mustergültig. 

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